Im Schatten des Doms

Atlantis? Ja nee, is klaar...

Die Zeit vergeht…
Kevin hat ein Dojo gefunden, in dem er trainieren und seine Fähigkeiten mit dem Langstab verbessern kann, und hängt sich da auch ordentlich rein. Zwischendurch läßt er sich von Krabat unser voll legales Geschäftsmodell erklären, wodurch die gemeinsamen Abende bei Pizza öfter und länger werden. Krabat beschäftigt sich die meiste Zeit mit Networking, während Stalker in die unendlichen Tiefen des Darknet abtaucht und sich durch zahllose Hackerforen wühlt, so daß man ihn nur noch sporadisch außerhalb seiner Bude antrifft, wobei er jedesmal noch blasser und übernächtigter auszuschauen scheint.

Zillah beschäftigt sich eingehender mit Ritualmagie, nachdem sie sich immer so schwer tat mit dem Aufrechterhalten des Hüters in der Wache. Eines Abends liegt sie mal wieder im Bett und schmökert verfressen in einem ihrer Bücher, bis sie irgendwann einzudösen… sie sackt langsam nach unten und ploppt mit einem mal durch den Boden in die Küche. Rabe sitzt am offenen Kühlschrank und ißt irgendwas Undefinierbares. Zillah guckt ihn fragend an: „Suchst Du was Bestimmtes?“
Statt einer Antwort fliegt Rabe durch das offene Küchenfenster, und Zillah folgt ihm. Ihr Weg führt sie rheinabwärts und auf die andere Rheinseite, nach Chorweiler, und dort in einen Raum in dem ein altes Bett steht. „Dort haben wir doch das erste Ripper-Opfer gefunden“, denkt sich Zillah und tritt näher heran, Rabe sitzt auf dem Bett in dem das Mädchen liegt. „Moment, die dürfte da nicht mehr liegen… ok, das ist also nicht die Realität…“
Auf der Brust des Mädchens liegt ein Anhänger, den Rabe sich schnappt und Zillah im Schnabel hinhält. Als sie ihn in die Hand nimmt, wird sie überflutet von Eindrücken… sie sieht und hört aus der Perspektive der Kette die letzten Stunden von Tessa die Marco, was nicht weniger unangenehm ist als das erste Askennen des Tatorts damals. Zumindest kann Zillah sich mit dem erfreulichen Gedanken ablenken, daß das grinsende Gesicht neben dem Skalpell ganz offensichtlich dem Irren gehört, den wir als Ripper den Behörden übergeben haben.

Als sie den Anhänger vor Anstrengung losläßt, ist alles wieder weg. Als sie sich umschaut grinst Rabe sie nochmal an, dann verschwindet er mitsamt Zimmer, Bett und Leiche, und Zillah wacht in ihrem eigenen Zimmer wieder auf. Etwas verwirrt guckt sie sich um und beginnt zu überlegen. Sie fühlt sich irgendwie anders, erwacht, etwas in ihrem Geist ist klarer als zuvor. Sie greift sich die Kiste, die Kaltenstein ihr gegeben hatte, und versucht das ganze nochmal. Sie konzentriert sich, dann sieht sie sich wie sie beim Lesen einschläft. Sie versucht das Bild wie in einem Videoplayer zurücklaufen zu lassen, doch im Endeffekt erhält sie nur zusammenhanglose Schnipsel, Momenteaufnahmen des Lebens der Schachtel, in der Tasche Kaltensteins, als Kaltenstein sie aus dem Tresor holt, wie er sie Zillah gibt, wie sie sie öffnet…
Angespornt läuft sie in die Küche, um erst mal mit was Einfacherem anzufangen – dem Kühlschrank zum Beispiel. „Wo zur Hölle ist eigentlich mein Schokopudding hin verschwunden…?!“
Das Bild des Kühlschranks in den letzten Tagen ist sehr viel geordneter. Als sie verfolgt, wer wann welches Essen gegriffen hat, beobachtet sie plötzlich aus der Perspektive der Kühlschranklampe wie ein verschlafener Werner die Tür öffnet, halb blind nach dem Schokopudding tastet, ihn nimmt, öffnet, und direkt vor der offenen Kühlschranktür verspeist. Ein gellender Schrei tönt durch die Wache, als die Vision verblaßt… „Werner, der Schokopudding war MIR! Was fällt Dir ein meinen Schokopudding einfach so zu futtern?! Ich habs genau gesehen, daß Du ihn vorgestern Abend gemopst hast!“
Während der Schrei noch nachhallt, hat etwas anderes Krabats Neugier geweckt – etwas, das sogar den Schokopudding vergessen läßt…

Dienstag, 20. November

In den Nachrichten wird berichtet, daß im Pazifik vor der Küste Seattles eine Insel aufgetaucht ist. Es ist noch nicht bekannt, ob die Insel vulkanischen oder magischen Ursprungs ist. Wegen gravierender Anomalien und Unwetter war es noch nicht möglich dorthin zu gelangen, auch astrale Erkundungen sind bisher gescheitert. Den Spitznamen „Atlantis Seattle“ hat sie bereits weg. Krabat und Zillah zappen sich fasziniert quer durch die Newsportale…

Krabats inoffizielles Kom klingelt am frühen Nachmittag, Loki ist am anderen Ende. Wenn wir nicht gerade schon was anderes vorhätten, könnten wir doch eine noch nicht verlorengegangene Person „wiederfinden“ und nach Seattle bringen. Wir stimmen zu…
Benötigt wird die Expertise von Prof. Jackson McKay, angestellt am Institut für Archäologie der Universität Köln, Forschungsbereich Metaebenentheorie (er selbst ist mundan) und Alcheras, hat ein Buch veröffentlicht in dem die Rückkehr von Atlantis thematisiert wird. Unter etablierten Wissenschaftlern sind seine Theorien wohl eher umstritten, seine (mangelnden) sozialen Fähigkeiten helfen ihm auch nicht gerade. Er sollte sich aktuell in seinem Büro aufhalten. In Rotterdam wartet eine Maschine Richtung Ostküste auf uns, von dort geht es mit einem Mietwagen nach Seattle, ein Direktflug ist nicht möglich. In Seattle sollen wir ihn an Dock 57c abliefern. Loki bietet 6000 pro Person, davon 1k im Voraus… Zillah befürchtet, daß die Bezahlung wohl eher ein Schmerzensgeld für das Ertragen des Professors und seines Egos ist. Krabat und Zillah trommeln umgehend Stalker und Kevin aus ihren Löchern.

Sobald unsere Sachen gepackt sind und Kevin vor der Tür steht, fahren wir los zur Uni. Auf dem Weg sondiert Stalker den Unihost, Zillah den Astralraum, aber um diese Uhrzeit ist auf dem Campus nicht mehr viel los. Im Zielbüro befindet sich eine Person, etwas übernächtigt, angestrengt und sehr konzentriert, und offensichtlich mundan.
Wenig später kommen wir auf dem Parkplatz am Hinterausgang an. Stalker stöpselt sich in ein Türschloß, um sich der Kameras anzunehmen. Die Uni ist immer noch wie ausgestorben. Wir leiten den Kamerafeed zur Sicherheit auf unsere Komms weiter, als wir zu McKays Büro marschieren. Vor der Tür angekommen, hören wir von drinnen Klaviermusik.
Krabats Klopfen bleibt unbeantwortet, also gehen wir einfach rein. Das Büro ist ziemlich vollgeräumt, in der Ecke steht eine Couch die wohl als Schlafstätte dient. Entnervt werden wir angeraunzt, daß wir nicht bei der Arbeit stören sollen. Krabat erläutert dem Professor die Lage, während wir ihm die Wiederholung des Newsfeeds vor die Nase halten. Von Zillah gibt es Argumentationshilfen per Feed für Krabat, nachdem sie einige Rezensionen von McKays Monographie gelesen hat, der dadurch ziemlich eindrücklich schildern kann, welche Chance sich vor der Küste Seattles gerade bietet, die bisher so umstrittenen Thesen zu untermauern. Große Augen starren abwechselnd auf uns und wieder auf die wackligen Videos im Newsfeed. Dann rafft der Professor innerhalb kürzester Zeit die wichtigsten Forschungsutensilien und –unterlagen zusammen, auf unseren Rat hin kramt er auch irgendwoher noch warme und wetterfeste Kleidung hervor.
Währenddessen sehen wir in unserem Kamerafeed, daß wir Besuch zu erwarten haben. Wir werden nun doch hinten raus durch die Feuertür abhauen, nachdem Stalker den Alarm blockieren konnte. Zillah entdeckt per Hellsehen zwei draußen herumlungernde, bewaffnete Pseudoninjas – wir stürmen raus, den ersten bringt Kevin direkt zu Boden. Der zweite an der Hausecke ist schwerer zu knacken, seine Predator macht ihn zwar gefährlich, aber hilft ihm im Endeffekt auch nicht. Als wir gerade die Maske von seinem Gesicht gezogen haben und nach seiner Waffe schauen wollen, werden wir von drei weiteren Typen überrascht. Dieser Kampf ist härter, Stalker geht von einer Salve getroffen zu Boden, scheint aber nicht in Lebensgefahr zu sein. Einen der Typen können wir mit Magie ablenken, die beiden anderen mit Mühe außer Gefecht setzen. Wir sehen noch, daß sie Anhänger mit einem blau-silbernen Drachen tragen, dann nehmen wir die Beine in der Hand. Krabat fährt, Kevin und Zillah flicken alle Beteiligten so gut es geht zusammen, Stalker ist angeschlagen aber ansprechbar (und kann auch schon wieder Schokoriegel verputzen). Wir finden raus, daß das Drachensymbol von den sogenannten „Rittern des Drachen“ benutzt wird, einer radikalen Splittertruppe der „Kinder des Drachen“, die wohl den Geist von Dunkelzahn anbeten.
Drei Stunden später kommen wir auf einem Sportflugplatz in Rotterdam an. Ein Elfenrigger wartet mit einer kleinen Sportmaschine auf uns, um uns über den Atlantik zu bringen. Bevor wir losfliegen gibt er uns noch einen Chip – eine Videonachricht von Loki, er weist uns darauf hin spätestens jetzt die Datenverbindungen unserer Kommlinks auszuschalten. Landen werden wir in der Umgebung von Maryland, dort wartet ein Auto, das wir mit dem Chip öffnen können; obendrein enthält der Chip die benötigten Daten, die uns eine reibungslose Einreise nach Tir Tairngire ermöglichen sollen. Zuerst sollen wir jedoch nach Boise City, ehemals Oklahoma, wo uns im „Longhorn Inn“ eine Elfe namens Quicksilver erwartet, die uns bei der Weiterreise nach Seattle behilflich sein soll. Das Auto sollen wir bitte unbeschadet bei ihr abliefern…
Nach einiger Zeit befinden wir uns im Landeanflug. Auf der Landebahn wartet schon unser Auto, ein Dodge Hurricane mit Personenkabine. Stalker ist nach dem Flug zum Glück wieder halbwegs fit, und so machen wir uns auf den Weg, ca. 2800km laut GPS… wow, mehr als fünf Mal der Länge nach durch Israel, denkt sich Zillah.
Pausen machen wir wo möglich nur an ruhigen Stellen, außer um uns mit Sprit und Verpflegung zu versorgen. Der Professor wird langsam aber sicher sehr gesprächig. Zillah hört ihm aufmerksam zu, Krabat zumindest mit einem Ohr, wenn er sich über das Fachgebiet Arkanoarchäologie ausläßt. Wir halten den Ball flach und uns ans Tempolimit, hacken keine Kameras.
Während Kevin fährt, sieht er leider zu spät eine Verkehrskontrolle, um noch unbemerkt ausweichen zu können. Wir machen den Prof vorsorglich unsichtbar und checken unsere billigen Fake-IDs und die Zulassung des Wagens, bis wir an der Reihe sind. Der Redneck hat einen wirklich üblen Akzent, den Krabat absichtlich mit einem sehr deutschen Zungenschlag in gebrochenem Englisch kontert. Eigentlich will er nur die Zulassung und unsere IDs überprüfen. Bei Zillah guckt er etwas skeptisch, murmelt was von einem Problem, doch nachdem sein Gerät einem kläglich gequäkt hat scheint sich das Problem von selbst erledigt zu haben.
Außer Sichtweite warten wir noch ein bißchen, dann hebt Zillah die Unsichtbarkeit ihres Gastes auf und diskutiert mit ihm weiter seine Forschungsarbeit. Die Landschaft wird derweil immer langweiliger, bis wir endlich im beschaulichen Boise City ankommen. Das Longhorn Inn ist kaum zu übersehen dank des eindrücklichen Originalschilds des legendären Motels.

longhorn_motel.jpg

Der Parplatz ist ziemlich voll, es scheint sich um einen grandiosen Schmugglertreff zu handeln. Zillahs Magie verwandelt den Professor in den 2010er Harrison Ford bevor wir den Saloon betreten, da fehlen nur noch Schlapphut und Peitsche. Tatsächlich versucht auch unsere Umgebung jedes Klische zu erfüllen, mit Gästen, die Chaps und offen Trommelrevolver tragen. Der Wirt begrüßt uns mit einem fröhlichen „Howdy!“ und einem Zupfer am Cowboyhut, das Publikum ist bunt gemischt und scheint hauptsächlich nicht aus der Gegend zu sein, bis auf eine Handvoll Locals. In einer Ecke sehen wir eine Elfe, die Quicksilver sein könnte, nur sind ihre Haare deutlich rötlicher als auf unserem Foto. Hm, und nun schimmern sie blau. Ok, verdammt cooler Effekt, und der Rest von ihr schaut unserem Foto ähnlich genug.
Wir bestellen uns was zu Trinken und eine ordentliche Mahlzeit. Hmm, Rippchen sind doch vom Schwein… ach, sag mir doch nicht wie mein Fisch heißt, denkt sich Zillah. Krabat beginnt derweil einen Chat mit Quicksilver, beruhigt sie daß wir keine Kratzer in ihr Auto gemacht haben, dann essen wir erst mal gemütlich. Neben ihren Glasfaserextensions scheint sie eine Riggerverbindung eingebaut zu haben, dazu Reaktionsverbesserung und diversen Kleinkram. Nach dem Essen bezahlen wir und machen uns wieder auf den Weg; vor dem Saloon prüft Quicksilver eingehend den Zustand des Autos, bevor sie sich ganz selbstverständlich auf den Fahrersitz setzt. Sie fährt mit quietschenden Reifen los, scheint die Straße aber nicht zu mögen, stattdessen fahren wir bei erster Gelegenheit ab und dann querfeldein, über eine Schmugglerroute Richtung grüne Grenze. Irgendwann macht sie das Licht aus, das Auto wird leise, und wären wir draußen würden wir sehen, daß nun auch die Tarnung eingeschaltet ist. Nach einiger Zeit schaltet sie die Lichter wieder ein, und nimmt nun einen Feldweg nach dem Anderen. Kurz vor der Grenze zum Tir verläßt sie diese jedoch absichtlich und fährt zu einem offiziellen Grenzübergang, wo wir keinerlei Probleme bei der Einreise haben – ganz im Gegenteil. Dann führt unser Weg weiter nach Astoria, wo ein Boot auf uns wartet.
Nach kurzer Fahrt kommen wir an, Loki steht schon am Kai und nimmt den Professor wirklich kackfreundlich in Empfang. Wir folgen den beiden in Richtung eines Frachtschiffs, das von einigen Söldnern bewacht wird. Loki veranlaßt unsere Bezahlung, hat aber noch ein Angebot:
Das Schiff wird in der nächsten Stunde hier ablegen. Genügend Feuerkraft wäre da, aber magische Unterstützung könnte hilfreich sein. Er stellt 2k pro Person und Tag in den Raum… wir sagen zu, vorbereitet auf alles mögliche sind wir ja eh noch.
Loki reicht uns weiter an eine Trollin, JJ Parker ist ihr Name, Anführerin der Black Heart Söldnertruppe. Sie begrüßt uns kurz und stellt uns ihre Kollegen vor: Jack, Jill, John, Jason und Schackeline… dazu Teammagier Myrden, Rocker der Rigger sowie die Schiffscrew und ein paar Expeditionshelfer.
Telestrian hat wohl auch einen Schiffskapitän bestochen, um den Sicherungskorridor um die Insel zu durchqueren, auch die durch die Insel erzeugte, ziemlich heftige magische Barriere ist zu beachten. Drei Stunden nach dem Ablegen sehen wir den heftigen Sturm und werden unter Deck wild durchgeschleudert, ein paar Blessuren inbegriffen. Unsere magisch Aktiven spüren selbst ohne astrale Wahrnehmung die starke Barriere… und direkt hinter dem Sturm ist die See spiegelglatt, die Sonne scheint, und vor uns sehen wir eine größere und eine kleinere Insel. Wir nehmen Kurs auf die größere Insel, die Expeditionshelfer bauen ein lager auf, die Black Hearts sichern die Umgebung, und der Professor springt über die Insel wie ein kleines Kind durch ein Süßwarengeschäft.
Zunächst fällt uns auf, daß die Elektrizität gestört ist. Die Architektur der zahlreichen Ruinen zeigt vage Ähnlichkeit zu verschiedensten bekannten Stilen, aber die Mischung ist echt eigentümlich. Dichte Nebelschwaden wabern zwischen den Ruinen, die auch wesentlich weniger verfallen wirken als man denken würde. Während wir rumlaufen denken wir immer wieder daß der Boden schwammig sei, aber sobald man auftritt ist alles stabil. In der Nacht sieht man, daß die Ruinen scheinbar ein orange-grünes Glimmen abgeben…
Als wir uns am nächsten Morgen aufmachen um die Ruinen zu erkunden, fühlen wir uns alle irgendwie leicht unbehaglich, Kevin und Zillah haben auch leichte Kopfschmerzen, ebenso Myrden. Die Ruinen sind, aus der Nähe betrachtet, von einem merkwürdigen Schleim bedeckt. Ebenso wirkt die ganze Architektur sehr unwirklich. Wir haben immer wieder das Gefühl im Augenwinkel zu erahnen, wie es hier einmal vor… wasauchimmer… ausgesehen haben muß. Zillah hilft dem Professor derweil bei seinen Untersuchungen und protokolliert die Ergebnisse, die er ihr durchgibt.
In der Dämmerung beginnen die Ruinen wieder zu glimmen. Um uns herum beginnen wir die Anwesenheit von Menschen zu erahnen, Stimmen zu hören und auch Fetzen von Musik. Über die Kamera ist nichts davon zu erkennen. Die Stimmung in der Gruppe ist gedrückt, auch der Professor ist nicht mehr so euphorisch wie am Vortag, sondern geht sehr konzentriert seinen Forschungen nach. Krabat und Zillah versuchen die Umgebung astral zu untersuchen, aber vor lauter Magie sieht Krabat überhaupt keine Einzelheiten mehr; Zillah kann jedoch ein paar Eindrücke zu Protokoll geben. Erledigt gehen wir alle zu Bett. Unabhängig voneinander haben wir alle das Gefühl, eine Stimme zu hören: „Geht fort!“ Krabat und Zillah schrecken auf: „Hast Du das auch gehört…?“ Dann schlafen sie aber auch wieder ein…
Krabat ist früh wieder wach, er hört immer wieder Stimmen in einer ihm fremden Sprache und seltsame Klänge. Am frühen Morgen wird auch der Rest wach. Kurz darauf kommt der Professor zu uns gestürmt: „Wir müssen sofort hier weg! Die Alchera ist instabil!“ Wir packen schleunigst zusammen und evakuieren das Camp, Krabat feuert alle an. JJ meldet Feindkontakt auf der anderen Seite der Insel. Wir greifen uns die wichtigsten Sachen, aus der Ferne hören wir dann auch schon die ersten Gewehrschüsse. Weiter hinten sehen wir, wie durch die Ruinen Menschen stürmen.
Zillah positioniert aus der Deckung heraus zwei Schockgranaten an strategischen Stellen. Kurze Zeit später kommt eine Dobermann-Drohne in unsere Richtung gefahren, aber Stalker springt in die VR und bombardiert das Ding mit Datenspikes, Kevin wirft noch eine Granate hinterher… damit ist das Gefecht eröffnet. Nach einer kurzen Salve in Richtung Krabat beginnt die Drohne aber auch schon Qualm statt Blei zu spucken, das war wohl der letzte Datenspike von Stalker.
Der Kampf wird zusehends härter, Kevin hat zwei Gegner im Nahkampf, ein dritter ist nicht weit. Zillah wirft mit ihren Granaten, eine zweite Drohne und ein Scharfschütze beschäftigen uns mehr als erwartet, Kevin wird getroffen und von unbändiger Kampfeswut ergriffen, Krabat geht brennend und blutend zu Boden…
Die Angreifer waren schon wieder von den Rittern des Drachen, verdammtes Dreckspack! Wir schaffen es mit Mühe und Not auf das Schiff zurück, die Black Hearts leider nicht mehr. Die Ruinen blitzen noch einmal in bisher ungesehener Schönheit auf und gehen unter Geschrei tosend im Meer unter. Wir werden auf die Black Hearts trinken.
Zurück in Seattle liefern wir den überaus begeisterten Professor bei Loki ab und bekommen noch 2 Tage Erholungsurlaub gesponsort, bevor wir uns zum restlichen Wundenlecken auf den Weg nach Hause machen.

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luetti

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