Krabat

Derek Montgomery goes Constantine

Description:

Woher auch immer, Krabat hat es: das gewisse Etwas. Mit seiner gegelten dunkelbraunen Undercut-Frisur und (meistens) Bartschatten vage südländisch aussehend, kann dieser mittelgroße (1,75m) Bursche mit dem leicht spöttischen Funkeln in den braunen Augen beinahe jeden um den Finger wickeln. Sowieso kriegt er meistens, was er möchte – egal ob Infos, die vermißte Katze der alten Nachbarin, den letzten frischen Donut mit Zuckerguß und Schokostreuseln, oder auch die novaheiße Elfenschnalle an der Bar. Und ihren Lover. Mit Schokostreuseln. Und sollte das mit dem um den Finger wickeln mal doch nicht klappen, landet das Objekt der Begierde in einem unbeobachteten Moment trotzdem in seiner Tasche.
Seinen gewöhnungsbedürftigen Humor – rabenschwarz, quasi – unterdrückt er mehr oder weniger erfolgreich bei ersten Begegnungen, doch jeder der Krabat länger kennt hat ihn schon auf die ein oder andere Weise erlebt. Die Jecken in seinem Karnevalsverein können ein Lied davon singen, und einige Elferrat-Mitglieder erinnern sich mit Grausen an seine zum Glück bisher einzige Büttenrede…

Bio:

Väterlicherseits ist seine Familie seit 5 Generationen in Köln-Ehrenfeld ansässig, mütterlicherseits kamen seine Großeltern auf der Flucht vor der Allianz für Allah aus Kroatien ins Ruhrgebiet, und raus kam dabei schließlich (passenderweise am 4. März 2052) ne echte kölsche Jung: Josip “Jupp” Meier. Seine angeborene Innenohr-Fehlbildung konnte bereits früh cyberchirurgisch korrigiert werden, obwohl sein Vater als Hausmeister im Pascha und seine Mutter als Kassiererin im Stuffer-Plus selbst zusammen nicht genug Geld dafür verdienten, da sie ihn mit viel Glück in einer medizinischen “Studie zu Akzeptanz und Anpassungsnotwendigkeiten von Cyberware in der frühkindlichen Entwicklung” unterbringen konnten. Kümmert sich seit dem Tod seiner Mutter – ein durchgeknallter BTL-Junkie hatte sie bei einem Ladenraub abgestochen, woran sein Vater seelisch zerbrach – um seine beiden 6 Jahre jüngeren Schwestern Marina und Malina (Zwillinge, eineiig), und erwartet sehnlichst den Tag ihrer Volljährigkeit, denn auch wenn sie Familie sind, spätpubertierende 16jährige Zwillinge sind… nennen wir es anstrengend.
Der frühkindliche Essenzverlust war wohl Grund dafür, daß er erst sehr spät erwachte – die Tests auf magische Begabung in der Gesamtschule fielen allesamt negativ aus, und erst Rabes Hartnäckigkeit ließ ihn erkennen, was tief in ihm schlummert. Kleinere Gaunereien wie Ladendiebstahl waren sein Mittel der Wahl, genug zu futtern beizuschaffen für sich und seine Schwestern (und genug Kölsch für seinen inzwischen arbeitslosen Vater) – sein Tarnjob als Privatschnüffler hat seinen Ursprung in einer haarsträubenden Lügenstory über einen neugierigen Verehrer als Auftraggeber, mit der er eine Kriminalbeamtin in Zivil überzeugte die ihn beim Spannen mit Überwachungselektronik erwischt hatte, und die sich danach irgendwie verselbständigte. Schaffte es dank sauberer staatlicher SIN sogar, legal an einen Waffenschein (samt Erlaubnis für verdecktes Mitführen) zu kommen, schießen gelernt hatte er durch Kontakte zur Ehrenfelder Gangszene in einem der Schießstände der Grauen Wölfe (eine Verbindung, die ihm erst später klar wurde).

Bild: Steve Naghavi

Krabat

Im Schatten des Doms luetti