Jüdische Gemeinden Köln

zurück zum Wiki

Köln ist die Heimat der ältesten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen. Neben Worms, das sich seit dem Erwachen als das Zentrum jüdischer Kultur in der ADL etabliert hat, ist auch der Anteil jüdischer Bevölkerung in Köln recht groß, kann aber im Verhältnis zu den dominierenden Katholiken und anderen Gruppen im multikulturell geprägten Plex nicht eine derart große Bedeutung erringen.

Dennoch gibt es seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zwei Gemeinden in Köln.
Zur jüdischen Geschichte in Köln bis zum Beginn des 21. Jahrhundert…

Synagoge in der Roonstraße

396px-Synagoge_Roonstra_e.jpg
(Die Synagoge 2006, von 12inferno34 auf Wiki Commons, public domain)

Die Gemeinde der großen Synagoge in der Roonstraße, in der südlichen Neustadt, ist die größte jüdische Gemeinde im Umfeld, bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts verfügte sie über beinahe 5000 Mitglieder.
Geleitet wird die Gemeinde seit längerer Zeit schon von zwei orthodoxen Rabbinern.

Es gibt einen Friedhof, eine Grundschule, einen Kindergarten, eine Bibliothek, einen Sportverein (Makkabi), ein koscheres Restaurant, ein Jugendzentrum und ein Altersheim mit Seniorentreff. Auch für Erwachte Mitglieder der Gemeinde existiert eine gute Infrastruktur mit einem eigenen kleinen Institut, kabbalistischen Lehrgängen, gemeinsamen Übungen und einem reichen Fundus an Formeln, Artefakten und anderen wichtigen Utensilien. Auch ist die Gruppe der Kabbalisten in der Roonstraße national mit Vertretern aus Worms und international unter den großen Zentren jüdischen Glaubens und selbstverständlich mit den Instituten und Schulen in Israel sehr gut vernetzt. Gerade die Kontakte zu den orthodoxen und konservativen Kreise sind gut etabliert.

Gescher Lamassoret

Die liberale Gemeinde Gescher Lamassoret („Brücke zur Tradition“) gründete sich 1996 mit ca. 50 Mitgliedern. Sie gehört der Union progressiver Juden in Deutschland an und versteht sich explizit als Gegenpol zur orthodoxen Gemeinde im Stadtzentrum.
Nachdem sie ihre Synagoge lange im Souterrain einer evangelischen Kirche in Köln-Riehl betreiben konnte, hat man sich in den letzten Jahren doch dazu entschlossen aus dem Keller auszuziehen und sich eigene kleine Räumlichkeiten zu suchen. Der guten Partnerschaft mit der evangelischen Kreuzkapelle wegen, blieb man aber in unmittelbarer Nähe und pflegt auch immer noch partnerschaftliche Kontakte und eine gute Zusammenarbeit.

Über eine große Infrastruktur verfügen die Mitglieder der Gemeinde nicht, können aber im Notfall auf die Einrichtungen der Kreuzkapelle zurückgreifen. Da die meisten Kabbalisten sich doch auch eher dem konservativen Lager zuordnen, verfügt die Gemeinde auch über kaum erwachte Mitglieder.
Sie pflegen reiche Kontakte zu den evangelischen und muslimischen Gemeinden der Stadt und sind in den liberalen jüdischen Kreisen national sowie international sehr gut vernetzt.

Jüdische Gemeinden Köln

Im Schatten des Doms StilzchenRumpel