Ruhrpott-Ripper

Eine Schilderung des Fallhergangs findet sich im Log.
Hierzu die Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse:

(Protokoll: Zillah | Letzte Änderung: 3. Oktober 2074)
h2. Tatorte

Tatort Tessa di Marco

Verlassenes Wohngebäude in Köln-Chorweiler, 2.OG.
3. Mai 2074

Das Opfer wurde entkleidet, auf einem Bett gefesselt mit geöffneter Bauchdecke und entnommenen lebenswichtigen Organen aufgefunden.
Eine astrale Untersuchung des Tatorts ergibt, dass die Sektion offenbar am lebenden Objekt durchgeführt wurde, wahrscheinlich nachdem das Opfer schon eine gewisse Zeit in der Gewalt des Täters war.
Todesursache nach astralem Ermittlungsstand war Verbluten nach der Organentnahme.

Offensichtliche physische Spuren des Täters waren nicht auffindbar.

Tatort in der Südstadt (Pressemeldung)

In der Lokalpresse wird nur kurze Zeit später ein zweiter Tatort bekannt.
Im Kölner Süden wird wieder eine ausgeweidete Frauenleiche gefunden.

Die Polizeit geht von einem Serientäter aus und ermittelt.

Tatort Höflein und Meier

Besetztes Wohngebäude in Köln-Chorweiler, 4. OG (verlassen)
1. Juni 2074, in den frühen Morgenstunden, ca. 3 bis 4 Uhr.

Die Tür wurde von einem Homunculus (St.8, dämonoides Erscheinungsbild, Metall) gesichert. Die Verteidigung übernahm ein Geist des Menschen (offensichtlich ein Müllgeist, wahrscheinlich lokaler Herkunft), min. St. 7. In einem Vorraum wurde ein Opfer gefesselt festgesetzt, während im Nebenraum Tathandlungen am anderen Opfer vorgenommen wurden.

Täter entfloh mit einem Levitationszauber (Tradition Schwarzmagie) durch das Fenster. Auffindbar waren Blutspuren des Opfers, eine zerbrochene Flasche mit Formaldehyd und eine Niere des Opfers. Eine weitere Niere bleibt verschwunden. Das Opfer konnte stabilisiert und dem Rettungsdienst übergeben werden. Physische Spuren des Täters waren nicht durch uns oder die Spurensicherung auffindbar.

Weitere Unterstützer sind nicht bekannt.

Anhand von Zeugenaussagen und den Tatortermittlungen konnte belegt werden, dass der gesuchte Täter mit dem der anderen bekannten Tatorte übereinstimmt und definitiv magisch aktiv ist.

Es ergibt sich bisher folgender wahrscheinlicher Tathergang: Der Täter begegnet in Begleitung des Geistes den Opfern auf der Straße und spricht diese an. Durch magische oder andere Unterstützung scheint er die Opfer von seiner Integrität überzeugt zu haben, kurz darauf betäubt er die Opfer mit einem Taser. Dann muss er die Kommlinks mit einem Lumpen bedeckt in einem nahen öffentlichen Mülleimer entsorgt haben.
Womöglich mit Unterstützung des Geistes schafft er es beide Opfer in ein nahe gelegenes Wohnhaus zu verbringen. Es ist nicht auszuschließen, dass der Tatort in einer Planungsphase ausgewählt und präpariert wurde.
Das eine Opfer wurde temporär festgesetzt, die Handlungen am anderen Opfer wohl unmittelbar nach Erreichen des Tatortes begonnen.
Bei der Störung wurde der Täter panisch und unmittelbar flüchtig. Die unterstützenden Wesenheiten dienten hierbei dem Schutz und der Fluchtsicherung.
Offensichtlich sollten die entnommenen Organe präpariert und an einen unbekannten Ort verbracht werden. Die Ermittlung eines möglichen Zwecks der Präparation (Tatmotiv) kann sachdienliche Hinweise zum Täterprofil liefern.

Tatort Düsseldorf-Garath

In einem heruntergekommenen Apartementhochhaus wird von der hiesigen Gang der Polizei eine stark zerstörte Frauenleiche angezeigt, offenbar die Liebste des Anführers.

Die Leiche weist starke Verwesungsspuren auf, dennoch können Obduktion und astrale Untersuchung folgende Details erkennen lassen:

  • Tod durch Ersticken aufgrund totaler Pneumektomie
  • Sicherung eines veralteten Thoraxspreizers ohne WiFi-Anbindung
  • Opfer war während des Eingriffs bei Bewusstsein
  • Mehrere aufrecht gehaltene Zauber waren auf den Körper gewirkt, u.a. eine nicht näher erkennbare Modifikation eines Stabilisieren
  • Erkennbare astrale Tätersignatur des sog. “Rippers”

Eine weitere Begehung des Tatortes bestätigt die Befunde am Leichnam. Die Tätersignatur ist in der Wohnung noch deutlicher erkennbar. Zudem die Signatur eines mächtigen Geistwesens mit blutmagischen Einflüssen. Auch die verwendeten Zauber sind unter Zuhilfenahme weiterer Assistenz erkennbar: sie verlamgsamten den Metabolismus deutlich, hielten das Opfer bei Bewusstsein und verhinderten den Pneumothorax nach Eröffnung.

Weitere Rasterfahndung

Weitere Rasterfahndungen nach Pressemeldungen zu vermissten Personen ergaben noch sechs weitere relevante Vermisstenfälle, die auf Zusammenhang mit der Tatserie untersucht werden sollten.

Ergreifung

Die Ergreifung erfolgte in einer Mittelklasse-Wohngegend in Düsseldorf. Der Tatverdächtige hat nach glaubhaften Zeugenaussagen ein weiteres Opfer aus einer Discothek in Fühlingen ins seine Gewalt bringen können und es in sein Haus verbringen können.
Entsprechend der Paragraphen zum “Rechtfertigenden Notstand” (siehe StGB §34) und “Entschuldigenden Notstand” (StGB §35) wurde ein unmittelbarer Zugriff ohne Warten auf offizielle Polizeikräfte durchgeführt.
Im Keller wurde das Refugium des Tatverdächtigen lokalisiert.
Bei Eindringen konnte nur noch der Tod des Opfers festgestellt werden.
Nach einer tätlichen Auseinandersetzung mit dem Tatverdächtigen und seinem Begleiter konnte beide kampfunfähig gemacht werden. Der Tatverdächtige konnte schwer verletzt den Ermittlungsbehörden übergeben werden,.

Täterprofil

Beide Sektionen wurden offenbar mit reichlich chirurgischem Fachwissen durchgeführt. Der Täter muss daher über grundlegende medizinische Kenntnisse verfügen.

Die astrale Tätersignatur war emotional freudig-erregt… Hinweise auf eine sadistische Neigung? Die Organe werden nach Entnahme zur Konservation präpariert. Ist hier ein mögliches Motiv eingrenzbar?

Die Tatperson auf jeden Fall magisch aktiv, folgt einer schwarzmagischen Tradition und ist mindestens im 2. Grad initiiert.
Er verfügt über min. basale Fähigkeiten in der Ritualmagie und Spruchzauberei, und sehr ausgeprägte Fähigkeiten in der Geisterbeschwörung.
Aussagen über alchemistische Fähigkeiten oder Kenntnisse in der Formelentwicklung sind anhand des derzeitigen Kenntnisstands nicht möglich.

Anmerkung Zillah: Evtl. sollte eingegrenzt werden, ob eine Verwendung der präparierten Organe als Reagenz in der schwarzmagischen Tradition möglich/üblich/wahrscheinlich ist. Die Entnahme bei lebendigem Leibe könnte wesentlich für die magische Wirksamkeit sein.

Zeugenaussagen beschreiben die Tatperson als männlich, wahrscheinlich menschlicher Metatypus (nicht gesichert, falls abweichend unauffällig) südlandischen Phänotyps mit schwarzen Haaren und mind. mittlerer Größe. (Nähere Angaben möglich???)

Ergänzungen

Wie bereits bekannt handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen mehrfach initiierten Vollmagier schwarzmagischer Tradition. Entsprechend weiterer Ermittlungen durch die Behörden und etwas konfuses Aussagen des Verdächtigen im Rahmen der Untersuchungen im Institut für forensische Magieforschung ergaben, dass dieser Kontakt zu einem höheren Blutgeist hatte, der zu einem sog. “magischen Pakt” führte. Verhandelt wurde der Austausch von astraler Energie entsprechend blutmagischer Definition und ein Gefäß zur dauerhaften Bewohnung mit der Erlangung eines weiteren Initiantengrades.

Darüber hinaus konnten dem Verdächtigen im Rahmen einer psychologischen Untersuchung auch eine psychopatische Störung sowie sadistische Tendenzern durch alle beauftragten Gutachter nachgewiesen werden.

Weitere Recherchen

Die Konsultation magietheoretischer Literatur ergab eine häufige Nutzung frischer Organe als Reagenzien nur im Voodoo. Im Bereich der Schwarzmagie sind nur vereinzelte Fälle aus Übersee bekannt, es ergibt sich aber kein Muster.
Auch die Konsultation der Literatur aus der Zeit vor dem Erwachen bleibt, auch wenn schiere Massen durchforstet werden, ergebnislos.

Einzige verwertbare Spur war die Verfolgung der Homunkulus-Statuette. Das Objekt ist eine weit verbreitete Dämonenstaue, die über einen chinesischem Webshop erhältlich ist und dort zu den Bestsellern gehört.
Bei der Konsultation der Kundendaten konnte der Verdächtigenkreis auf einen Kauf sechs Jahre zuvor durch einen “Joe Black” eingegrenzt werden, der an ein Postfach in Düsseldorf geliefert wurde.
Die Spur des Postfachs verläuft sich, da es seit 3,5 Jahren inaktiv ist. Trotzdem ist es möglich eine Adresse in einer Düsseldorfer Durchschnittswohnsiedlung auszumachen. Eine Felduntersuchung ergibt allerdings, dass der Verdächtige vor drei Jahren wohl auf einer Auslandsreise ums Leben kam. Meldungen aus der Lokalzeitung berichten vom Absturz eines Privatsjets über den chinesischen Ausläufern des Himalaya.
Die polizeiliche Unterstüzung kann diese Informationen bestätigen.

Durch Empfehlung des polizeilichen Forensikers Blumenthal konnte eine Erlaubnis erworben werden, die unter Verschluss stehende Literatur des Hermetischen Instituts zu konsultieren und zur Hypothesenbildung heran zu ziehen.
Näheres hierzu unter Ripper Hypothesen

Mögliche Einordnung

Ein mögliches Vorbild im 20. Jahrhundert: Der Rhein-Ruhr-Ripper

Ruhrpott-Ripper

Im Schatten des Doms StilzchenRumpel