Im Schatten des Doms

Budapest und eine Leiche im Keller

wenn kleine Schwestern erwachsen werden

Noch am Freitagabend haben wir einen Flug zurück nach Köln bekommen, so daß wir kurz vor Mitternacht wieder landen.

Samstag, 15. Dezember 2074

Tagsüber sind Krabat, Stalker und Kevin damit beschäftigt, Kevins Sachen aus seiner Bude in die Feuerwache zu bringen. Er schafft es auch, einen Termin mit seinem Vermieter für nächste Woche auszumachen, um das Mietverhältnis zu beenden. Das Wetter ist für Kölner Verhältnisse bitterkalt, aber trocken. Der Umzug ist schnell erledigt, am frühen Abend sitzen wir alle gemütlich im Wohnzimmer, während Krabat Pizza in den Ofen schiebt.
Zillah bekommt eine Mail, eindeutig Spam, über einen gewonnenen Aufenthalt in Budapest, inklusive einer Einladung ins Szimpla Kert… stutzt dann jedoch: der Name Kaltenstein wirkt doch irgendwie bekannt. Sie zeigt die Mail Krabat und Stalker, die gucken kurz und machen sich dann an die Buchung der Reisegelegenheit.

Sonntag, 16. Dezember 2074

Am frühen Morgen fahren wir los, die Zugfahrt inklusive Grenzübertritte sind unproblematisch. In Budapest angekommen, bringen wir unsere Sachen noch in unser Hotel und gehen dann zu diesem Club. Der Einlaß macht keine Probleme, dann sitzen wir erst mal rum und trinken Cocktails.
Nach einer Weile kommen Krabat und Zillah auf die Idee sich nicht nur umzusehen, sondern auch „umzusehen“. Nachdem sie eine Weile in ihrem Gedächtnis gekramt hat, fällt ihr auf daß der Ork da hinten eigentlich ein Mensch ist. Und merkwürdig bekannt. Vor allem die sehr zahlreiche, sehr teure Cyberware…
Nach einer kurzen Begrüßung schiebt Zelazny (wer sonst) uns Kabel rüber, die wir in unsere Kommlinks stecken. Wir bringen ihn auf den neuesten Stand. Er meint, daß militärische Ausrüstung notwendig ist und damit ein schwergewichtiger Fürsprecher. Nur Loki fällt uns ein, immerhin ist sein großer schuppiger Klient immer an Forschungsergebnissen der Konkurrenz interessiert. Wenn wir da was organisiert haben, sollen wir wieder Kontakt mit Zelazny aufnehmen: „Downhillforum der Eifelfreunde. Eröffnet einen Thread zur Frage, welche Reifen am besten geeignet sind und beschließt das Posting mit „*zurücklehn* Popcorn nehm *zuschau*“. Dann verabschiedet er sich mit breitem Grinsen.
Wir bleiben verdattert zurück. Zillah versucht irgendwie Kevin zu erklären, worum es geht, ohne zu erzählen, worum es wirklich geht. Krabat ruft derweil Loki an, der auch sofort abnimmt (er sitzt gerade in irgendeinem tödlich langweiligen Meeting). Nach ein paar Stichworten verabreden wir uns für Donnerstag oder Freitag, da sei er gerade im Pott.
Dann gehen wir über zum lustigen Teil des Abends; vor allem Stalker hat Spaß damit, die Cyberkleidung anderer zu hacken…

Montag, 17. Dezember 2074

Nachmittags kommen wir nach Hause.
Stalker kümmert sich um das Datenpaket aus Chicago und überspielt es auf einen Rechner. In den nächsten Tagen beschäftigen sich die Herren damit, diverse Dinge zu üben, unter anderem auf dem Schießstand, und ansonsten rüsten wir unsere Arbeitskleidung etwas nach.

Mittwoch, 19. Dezember 2074

Krabat denkt sich, er sollte mal wieder bei seiner Sippe vorbeischauen. Marina und sein Vater sind da, Malina ist unterwegs. Erstaunlicherweise scheint sein Vater sehr viel klarer zu sein als sonst. Er betrachtet ihn sich genauer, und auch seine Aura wirkt viel entspannter. Seit einer ganzen Stunde Besuch hat er auch noch nichts getrunken…
Nach einer Weile fragt Marina, ob Krabat Zeit hätte, anscheinend hat Malina Schwierigkeiten. Sie steckt in einem Keller fest, weil sie Lucy helfen wollte… „Wer ist Lucy?!“… „Ähm, eine Freundin aus der Kirche.“ Er ist verwirrt und ein wenig wütend, aber natürlich versucht er dann irgendwie zu helfen. Sie schickt ihm die Adresse, irgendwo in einer Pulheimer Wohnsiedlung. Er ruft Zillah an, die sagt Stalker und Kevin Bescheid. Wir treffen ihn bei seinem Alten.
„Lucy hat erzählt, daß sie Probleme mit ihrem Nachbarn hat. Ich wollte nur gucken, ob er Leichen im Keller hat… und da war wirklich eine. Jetzt ist er nach Hause gekommen und sitzt oben vor dem Trid…“
Krabat sucht den Namen zur genannten Adresse während der Fahrt dorthin: Utku Afci, mehr als einen öffentlichen Mefeed-Account findet er nicht. Seine Tattoos auf den Fotos sehen aber sehr stark nach der Graue Wölfe Maffiya aus.
Stalker scannt derweil schonmal die Umgebung, findet aber nur Icons von Komms und Haushaltsgeräten.

Zillah geht astral in den Kellerraum, findet dort Malina, deren Aura verdächtig funkelt – da ist wohl jemand erwacht. Aber die Leiche ist natürlich viel interessanter, wenn auch schon ziemlich von Maden zerfressen. Kevin ist so voreilig und rennt direkt zum Kellerfenster, ungefähr so elegant und unauffällig wie ein Nilpferd im rosa Tütü. Zillah denkt sich, na, wenn er so ungeduldig ist, soll er halt. Der Anwohner wird zunehmend unruhiger, weswegen Stalker sein Trid röstet, um zu verhindern daß er den Keller aufsucht. Kevin schafft es im zweiten Anlauf, Malina aus dem Kellerfenster zu heben, und sobald sie den Kopf rausstreckt macht Zillah sie unsichtbar, bevor sie selbst in den Keller zu Kevin runterklettert. Offensichtlich ist die Leiche eingemauert, seit ca. 2-3 Wochen, astral erkennbar durch den deutlich sichtbaren Madenteppich. Stalker löst währenddessen noch den Feuermelder aus, der von Afci in einem akuten Wutanfall zerlegt wird bevor er auf die Rückfrage der Feuerwehrleitstelle irgendwelche weiteren Daten senden kann. Die Feuerwehr ist also auf dem Weg, und Krabats Anruf bei Jaworski sorgt für zusätzliche Polizeibeteiligung. Wir warten gemütlich in einer unbeobachteten Ecke und filmen die Party, während Krabat das moralische „großer Bruder“-Gespräch mit Malina führt. Zillah kann sich die dreckige Lache nicht verkneifen, während sie Krabat erklärt, daß Malina wohl bei den Katholen am besten aufgehoben wäre. Malina bestätigt, daß sie vom Heiligen Martin ein paar Dinge gezeigt bekommen hat… Der Priester in der Gemeinde von Krabat und ihr ist wohl vertrauenswürdig genug, daß sie ihn als Beichtvater einweihen und um Rat bitten kann.
Das Filmmaterial verticken wir wie schon öfter an Schuster, der uns das mit 500€ vergoldet. Sogar ein Interview mit Jaworski kriegt er noch hin, das dann über die Nachrichtenkanäle flimmert.

Donnerstag, 20. Dezember 2074

Loki schickt uns tagsüber eine Einladung fürs Infinity, Treffen um 22:00. Als wir ankommen, werden wir in eines der Separees im VIP-Bereich verwiesen, „Herr Loki“ warte bereits. Auch Elric ist da, offensichtlich von Loki angeheuert. Wir können den Abend also getrost mit Smalltalk beginnen.
Dann geht es aber auch schon zur Sache, wir berichten worum es geht. Es klingt offensichtlich so interessant, daß Loki immerhin eine Chance sieht einen Interessenten zu finden. Solange es sich nicht um Ares, MET2000 oder einen Geheimdienst handelt. Wir müssen warten.

Weihnachten und Neujahr verstreichen…

Freitag, 4. Januar 2075

Stalkers Kommlink klingelt, das hat es schon Ewigkeiten nicht mehr getan… Frau Schmidt-Eisenfaust ist dran. Sie hätte einen Klienten in der Leitung, der auf der Suche nach einem fähigen Team sei. Stalker schafft es noch rechtzeitig, Krabat zur Telefonkonferenz dazuzuschalten, bevor das Icon eines unverschämt großen Riesen erscheint, Grendel sein Name. Er fragt, ob man sich morgen in Manhattan treffen könne. Die Koordinaten weisen auf ein Sarghotel, das „Stokers“, im Stadtteil Terminal… wir buchen dann mal wieder einen Flug.

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luetti

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