Angus Wong

Chinesischer Triaden-Decker aus Hong Kong im Rang eines “49er”.

Description:

Gus ist ein mit ca. 1,90 m duchschnittlich großer Ork. Sein Gewicht von 85 kg lässt ihn auf den ersten Blick filigraner erscheinen als er eigentlich ist. Da er seinem Körper mittels der Kung-Fu-Praxis über die Jahre eine gewisse Dratigkeit antrainiert hat. Er trägt die Haare in einer Tolle a la James Dean und schmückt sich gerne mit Goldschmuck in Form von dicken Ringen. Auch bei seiner Kleidung gibt er gerne etwas mehr aus: Teure Lederjacken und Markenimitate gehören zu seinen beliebtesten Kleidungsstücken. Im Normalfall trägt er ein weißes, meist enger anliegendes Shirt oder Tanktop zu Marken-Jeans und teueren Lederschuhen. Auffällig sind seine zahlreichen normalen und Yantra-Tattowierungen , die seinen Körper mit großflächigen geometrischen, numerologischen und tierhaften Formen überziehen und an den Armen mit Abständen bis zu den Handgelenken reichen, am Oberkörper mit der Unterkieferlinie abschließen.

Allgemeines:

Sprachen:

  • Kantonesisch (Spez. HK Kantonesisch) (M),
  • Hochchinesich/Mandarin
  • Englisch (Spez. HK Englisch) (M)
  • Deutsch

Vorteile:

  • Mafiasoldat (5) (Runnerkompendium)
  • Soz. Chamäleon (11)
  • Zweisprachig (5)

Nachteile:

  • Abhängigkeit/leicht (4)
  • Auffälliger Stil (5)

Connections:

  • Gruppenconnection “289” Triade (RheinRuhr-Plex) 4|4
    • Verbindungsmann zur Gruppenconnection: Anthony Gwok (Schieber) 2|2
      „Anthony ist einer der offiziellen Mittelsmänner zwischen den einzelnen Gruppen der “289” Triade im Rhein-Ruhr-Plex. In Köln ist er außerdem der allgemeine Ansprechpartner für Mitglieder von außerhalb, insbesondere für diejenigen aus der Mutter-Triade in Hong Kong. Da er den Kontakt zu einer ganzen Reihe unterschiedlicher Personen und Gruppierungen aufrecht erhalten und möglichst neutral ausbalancieren muss, lässt er sich offiziell selten auf tiefergehende Freundschaften ein, sondern versucht durch Fokus auf traditionelle gesellschatfliche Rituale und Abläufe pragmatische Leitlinien zu etablieren ohne dabei den bisweilen familiären Zusammenhalt der Triade zu verneinen.“
  • TCM-Apotheker 1|2
Bio:

Angus Wong (王安格斯) erblickte im Jahr 2047 in der Freihandelszone Hong Kong das Licht der Welt. Gebürtig aus dem Mong Kok-Viertel im Yau Tsi Mong-Distrikt begann Angus in einem Hinterhof der Sai Yeung Choi Street einen kleinen Ein-Mann-Shop für halblegale Elektronik und Software aufzuziehen. Mit der Zeit crackte er immer öfter teils hochwertige Software und vertickte die Raubkopien an kleine Shops in Mong Kok, zerlegte gestohlene Elektronik erst in ihre Einzelteile und stellte sie daraufhin neu zusammen, um sie anschließend an die Elektronik-Händler der Sai Yeung Choi Street verkaufen zu können. Mit der Zeit wurde er in der Mong Koker Decker- und Cracker-Szene bekannt und konnte sich ein kleines aber erfolgreiches Netzwerk an Zwischenhändlern und Mittelsmännern aufbauen.
Sein Erfolg blieb natürlich auch der örtlichen Triadenvereinigung nicht verborgen. Mehr oder weniger subtil stellte einer der “Red Poles” der “289” Triade Kontakt zu ihm her und gewann ihn erst als assoziierten Mitarbeiter und dann als “Blue Lantern” – nocht nicht initiiertes Mitglied. Später intensivierte sich der Kontakt zur “289” Triade (“Easy Money Gang”). Gus stellte nun – nachdem er als initiiertes Vollmitglied zum “49er” geworden war – in immer größerem Stil Raubkopien von Software im Auftrag der Triade her.
Einem weiteren Aufstieg schien nichts im Weg zu stehen. Mit der Triadenverbindung im Rücken erweiterte Gus seinen Einflussbereich immer weiter und verdiente sich schnell eine goldene Nase. Genauso schnell wie das Geld hereinkam, brachte Gus es meistens auch durch: Für Cyberimplantate, Tattoowierungen, Schmuck und Klamotten, schöne Frauen und teuere aber wirkungsvolle Ingredienzien der traditionellen chinesischen Medizin. Während dieser “goldenen” Zeit gewöhnte sich Gus auch an in regelmäßigen Abständen in seinem Morgen-Tee ein Pulver – zermahlene Gehirnschalen von Pavianen – zu sich zu nehmen, welches er bei einem traditionellen Apotheker erwirbt, und das seine Konzentrationsfähigkeit steigern sollte.
Auch die internen Kontakte zu anderen Triadenmitgliedern intensivierten sich und Gus wurde nach und nach ein Teil der “289” Familie. Eine ausgeprägte Freundschaft verband ihn mit Johnny Goo, dem Sohn und designierten Nachfolgers des örtlichen “Red Pole” Richard Fung Goo.
Die Katastrophe, welche ihn schließlich in ein unbestimmtes Exil in den Rhein-Ruhr-Plex führen sollte, begann auf Johnny Goos Hochzeit. Obwohl Johnnys Vater über den “Straw Sandal” genannten Diplomaten Winston Lei seines Distriktes einen allgemeinen Waffenstillstand ausgehandelt hatte, wurde die Festgesellschaft Opfer eines bewaffneten Überfalls. Eine große Gruppe Vermummter stürmte den Festsaal und begann sofort aus allen Rohren zu feuern – die Anwesenden Hochzeitsgäste hatten keine Chance.
Zu Gus Glück hatte der Florist den Hochzeitsstrauß mit den falschen Lilien zusammengestellt und er war unterwegs, um einen Ersatz für die Gattin in Spe zu organisieren. Als er am Ort des Geschehens eintraf, blieb ihm nichts anderes übrig, als das Gebäude zu sichern, die Abwehr der hart getroffenen Gang zu organisieren und die Verletzten zu versorgen; Johnny Goo blieb auf dem Schlachtfeld. Im Anschluß stellte sich heraus, dass zu gleicher Zeit mehrere Zentren der Gang angegriffen worden waren, auch Gus Einrichtungen waren komplett zerstört worden, an seinen Angestellten hatten die Angreifer Exempel statuiert. Mit der Hilfe von Richard Goo gelang es ihm schnell eine Möglichkeit zum Abtauchen zu koordinieren: In der Außenstelle der “289” in Köln, die zu einem nicht geringen Teil von Verwandten der Goos gegründet worden war. Doch die Rache für Johnny war mehr aufgeschoben, denn aufgehoben. Der Plan war es erste einmal von verteilten Orten aus Kraft zu schlüpfen, um dann mit neuer Stärke den Boden in Hong Kong zurück zu erobern.

Angus Wong

Im Schatten des Doms McGoinz