Im Schatten des Doms

London Calling

Night of the Living Dead

Dienstag, 7. September 2074

Das Morgengrauen rückt näher, und immer noch diskutieren und spekulieren wir wild herum, auch wenn sich bei Stalker und Zillah die ersten Müdigkeitserscheinungen bemerkbar machen.
“Wir brauchen eine Armee”
“Wir brauchen Zelazny… der ist eine Armee”
“Nur wie finden wir den?”
“Es gibt jemanden, der Dich gefunden hat!”
… “Oh ja, Kaltenstein!”
Heureka, endlich ein brauchbarer Ansatz… Stalker nutzt die erstaunt-freudig-zufriedene Diskussionspause, um zu fragen von wem zum Henker Krabat und Zillah da reden. Den beiden fällt auf, daß Stalker doch noch gar nicht so lange dabei ist, wie sie in letzter Zeit gerne denken. Also erzählen sie ihm die Geschichte…

Wir beschließen uns erst mal aufs Ohr zu hauen, bevor Krabat versucht mit seiner Engelszunge Kaltenstein zu einem Treffen zu bewegen. Gesagt, getan, und so ruft er ein paar Stunden später von unserem Firmenanschluß aus beim Schwarzen Mann an. Die Sekretärin nimmt unser Anliegen auf, Kaltenstein sei noch nicht im Büro aufgetaucht, aber sie würde unsere Bitte um ein weiteres Treffen weiterleiten, und sie schätzt daß er uns in 1-2 Stunden zurückrufen wird.
Also warten wir, ob zuerst Kaltenstein anruft oder Blumenthal seinen 11-Uhr-Termin wahrnimmt… Kaltenstein gewinnt. Krabat vereinbart mit ihm einen Termin in unserer Detektei um 17 Uhr. Wir fangen an, wild über unser weiteres Vorgehen zu diskutieren, als auch schon Blumenthal vor der Tür steht. Er schließt sich nach kurzem Austausch unserer These von einem Nachahmungstäter an. Dann berichten wir über die Fortschritte bei den Bibliotheksrecherchen zur Motivlage. Wir versuchen zu rekapitulieren, welche Organe der Ripper schon entfernt hat – hier hilft Krabat sein Schlafregulator, da er der einzige ist, der gerade ausgeschlafen ist: Außer Gedärmen, Herz und Lunge verfügt er über alle inneren Organe einmal… und nur über eine einzelne Niere. Allerdings passen die Blutgruppen der Opfer definitiv nicht zusammen…
Nach einer Stunde angeregter Konversation verabschiedet er sich zum Mittagessen, bedankt sich für unsere Hilfe, und reicht uns einen beglaubigten Credstick mit einem Tagessatz. Wir bekommen auch Hunger. Auf dem Weg zum Talisshop in Deutz machen wir Halt beim Döner Drive-In, so daß wir pappsatt vor der alten ehemaligen Fabrik ankommen, in der sich „Vampyrs Mysterium“ befindet, das Super-Magie-Wunderland. Nach dem Eintreten bewundern wir das reichhaltige Angebot. Wir finden zwei nette Statuetten, eine größere aus Holz und eine kleinere aus Edelstahl, quasi einmal für zuhause und einmal für unterwegs. Ein stählerner Gargoyle und ein hölzerner älterer weiser Gelehrter. Nach einem kurzen Plausch mit dem Verkäufer verlassen wir den Laden und machen uns auf den Weg nach Hause.
Bis zu unserem 5-Uhr-Termin feilen wir mal wieder ein wenig an unserem Sicherheitskonzept. Zumindest ist klar, daß wir unsere sichere Remote-Leitung über die Server der DKK in Köln leiten werden, als Andenken an den ehemaligen Bischof. Dazu ordern wir nun auch endlich einen Waffenschrank für den Keller (nachdem wir uns auf Modell und Anbieter geeinigt haben), und zeigen Adam natürlich die für ihn bestimmten Mitbringsel, er freut sich und probiert sie direkt aus.
Kurz darauf klingelt es, wie erwartet, an der Tür. Kaltenstein tritt herein und freut sich über den hervorragenden Kaffee, den wir kredenzen, dann kommen wir zur Sache. Zum Glück hat Krabat noch ein sehr schwach auflösendes, verwackeltes Video von Zelaznys Kontakt mit dem Ares-Kampftrupp. Kaltenstein zeigt sich vom Inhalt sehr beeindruckt, vor allem der nicht gängigen Cyberware und deren Fähigkeiten. Wir vereinbaren mit Kaltenstein die Übermittlung einer kurzen Videobotschaft, in der Zillah erklärt, daß wir neue Informationen über „die Sache“ gefunden haben und man sich mal wieder treffen könne. Seine Konditionen sind fair: 5000 Euro im Voraus, weitere 5000 bei Auffinden, und er behält sich vor, bei Bedarf mit einem Auftrag auf uns zuzukommen. Wir bedanken und verabschieden uns.
Wir machen uns auf den Weg zu Khaled, Baklava essen, Tee trinken und ein paar Besorgungen machen: einen Waffenschein, eine Berufslizenz und die Erlaubnis zum verdeckten Mitführen von Waffen für Stalker, und einen doppelten Boden für den bestellten Waffenschrank.

Zwei Tage später erhalten wir unseren Waffenschrank, noch einen Tag später wird das Upgrade eingebaut. Und wiederum zwei Tage danach klingelt Krabats inoffizielles Komm – Elric ist am anderen Ende. Er fragt, ob wir Zeit hätten für ein paar Tage nach London zu fliegen… Treffen wäre am Flughafen, der Flug geht um 17 Uhr. Da uns kein Grund einfällt der dagegen spricht, sagen wir zu und machen uns bereit für einen kleinen Betriebsausflug. Wir packen unser kleines Reisegepäck – wir müssen schließlich durch den Zoll – und hinterlassen die Feuerwache so, daß sie ein paar Tage alleine überleben kann, inklusive Adam.

Dienstag, 11. September 2074

Der Flug verläuft ereignislos, bis auf die merkwürdigen Blicke als Elric durch den Metalldetektor läuft. Im Hotel angekommen erhält Elric eine Nachricht, daß wir uns um 23 Uhr in der „Crusted Pipe“ im Tempelbezirk mit dem Johnson treffen sollen. Nach „Art’s Tisch“ fragen… kriegen wir hin. Während wir uns fertig machen, informieren wir uns über den Bezirk… AAA. Die Knarren lassen wir also lieber auf dem Zimmer. Am einfachsten wird es sein, ein Taxi zu nehmen, denken wir uns. Aus dem Fenster sehen wir, wie die Überwachungstechnologie auf den Straßen überhandnimmt.
Gegen 23 Uhr landen wir dann also in einer klassischen Kellerbar. Ein Mann kommt zu uns, als wir am passenden Tisch sind, und stellt sich als Mr. Johnson vor („oder nennt mich Art, oder Mister Art“). Vor uns steht ein sehr schlanker und großer Mann, mit teuerster und bester Gesichtschirurgie verziert, und selbst uns fällt direkt der hervorstechende amerikanische Akzent auf. Dann beginnt er mit der Schilderung seines Anliegens:
„Übermorgen wird es im Parlament eine Abstimmung geben, und ich würde das Ergebnis gerne vorher schon kennen. Morgen Abend findet ein Lobbyisten-Ball statt, auf dem viele Parlamentsmitglieder anwesend sein werden. Einladungen für Sie, inklusive dazugehörender Identitäten, liegen vor. Es gibt pro Person 8000 Euro in beglaubigten Credsticks, davon 2500 im Voraus. Nähere Infos gibt es erst nach Ihrer Zusage.“
Nach kurzer Denkpause nehmen wir den Auftrag an, und erhalten die Einladungen zum Lobbyisten-Ball, 19 Uhr im Massenet-Hotel hier im Tempelbezirk. Wir sind nun vorübergehend Lobbyisten des Atarashii Corporate Council aus Kansai. Klar, wer kennt das nicht.
Der Sicherheitsstandard auf dem Ball wird noch höher sein als sowieso schon im Tempelbezirk… verbotene Gegenstände einzuschmuggeln ist kein Kavaliersdelikt. Einfach nur mit etwas Geblubber wird der Job nicht erledigt sein, Art möchte verläßliche Infos. Die Abstimmung findet am darauffolgenden Tag um 19 Uhr statt. Wichtigste Zielperson ist der Referent des Parlamentspräsidenten, er sammelt im Voraus Informationen über die Stimmverteilung. Leider scheint dieser eine gänzlich ehrliche Person ohne kriminelle Vorgeschichte zu sein. Sachen gibts. Jedenfalls, sobald wir die Info haben, sollen wir einfach „Yay“ oder „Nay“ in das Rushmore-Forum der Rockclimbers posten. Beim Gehen übergibt er uns noch eine Notfallnummer, deren Nutzung er allerdings mit einem Scheitern gleichsetzen wird. Das restliche Geld erhalten wir natürlich nur, solange die Info noch nützlich ist.
Nach dem Treffen machen wir uns auf den Rückweg ins Hotel, um noch ein wenig zu recherchieren. Dort finden wir jedoch erst mal die Nachricht einer Lady Glendower, Herzogin von Snowdonia… Sie wisse was unser Auftrag sei und würde uns gegen Bezahlung unterstützen. Wir sollten auf dem Ball nach Lady Elwes suchen, sie hätte Informationen…
Weitere Recherchen fördern folgendes zutage:
Lady Rhiannon Glendower ist eine walisische Adlige und Umweltaktivistin. Lady Elwers stellt sich als die Leiterin eines der Londoner Büros heraus, die von Lady Glendower unterhalten werden. Wir finden auch ein Foto von ihr, eine blonde Elfe, natürlich sehr hübsch.
Bill 1449a…. Eine Änderung, veranlasst von Renraku. Eine Bahnverbindung soll ursprünglich zur Lambeth Containment Zone führen, die Bill schlägt vor, dass diese zu Renraku ins Westend führen soll.
Unser Johnson ist in London sehr gut vernetzt, ehemaliger New Yorker Börsenmarkler… offensichtlich waren einige Deals ziemlich illegal. Die neusten Informationen berichten von massiven chirurgischen Eingriffen um seine Jugend wiederherzustellen.
Die Lambeth Containment Zone und die angrenzende Angel Towers Arcology ist ein seit 2038 existierender Sprawl, der ca. 25 Jahre mit einer Mauer abgegrenzt war. Der Adam Hoffman Konzern hatte mehrere Genexperimente dort gestartet und damit die Bevölkerung gegen sich aufgebracht. Die Mauer war das Ende der Auseinandersetzungen. Der Konzern ist mittlerweile pleite, aber der Sprawl auch… die Bevölkerung ist sehr skeptisch gegenüber allem und jedem von außerhalb, vor allem der Regierung.
Edison Hudges – der Parlamentspräsident. Leitet Debatten und muss sich aus den Machenschaften heraushalten. Hat ein eigenes Haus im Regierungsviertel, baut wohl an einem Landhaus in Wales, das in 2-3 Jahren fertig wird… eventuell Zeit für seinen Rücktritt…
Walt Walker – sein Referent. Hält sich für wichtig, Berufs-Arschkriecher… sein MeFeed über Politik blendet kritische Informationen aus. Die Minister mögen ihn nicht so sehr. Hat eine eigene Wohnung im Haus des Parlamentspräsidenten.
Eine Probeabstimmung wird vor dem Ball und wohl geheim sein. Es wird eine 2/3-Mehrheit benötigt.

Mittwoch, 12. September

Zuletzt lesen wir uns noch genug Wissen über unsere Deckidentitäten für den Abend an, dann hauen wir uns nochmal ein wenig aufs Ohr, machen uns fertig, und dann, wieder mit dem Taxi, auf den Weg ins Massenet-Hotel.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind sehr hoch, aber da wir unser Spezialequipment im Hotel gelassen haben, kriegen wir keine Probleme. Im Ballsaal angekommen mischen wir uns unters Volk, und Krabat ist ganz in seinem Element und redet, und redet, und redet… Die meisten Parlamentarier machen keinen Hehl aus ihrer Meinung. Die meisten Anwesenden lästern über die Abwesenden. Das Meinungsbild ist gemischt, liegt aber um die 3:2. Fernabstimmung gibt es übrigens auch… ein Lord Helling nämlich nutzt das in letzter Zeit wohl ausschließlich. Er ist in seiner 2. Amtszeit, aber seit etwa 3 Wochen nicht mehr gesehen worden, die Sicherheitsvorkehrungen vor seinem Haus sind erheblich gestiegen, es gab Morddrohungen… aber auch Gerüchte, daß er bereits ermordet wurde. Nunja. Stalker fördert ein angeblich letztes Bild von ihm aus der Matrix zutage,wo er sich anscheinend eine feuchte Stelle am Unterarm hält. Sieht aus wie eine… Bißwunde?
Der Parlamentspräsident und sein Stiefellecker erweisen sich als zu dicht für uns… auch das Belauschen der Gäste bringt nicht mehr als Gerüchte. Zumindest findet Krabat Lady Elwers, die offensichtlich sehr erfreut ist, uns kennenzulernen. Sie berichtet, daß das Ergebnis wohl nur an der Stimme des verschwundenen Lord Helling hängt, der sich nur noch sporadisch per Fernabstimmung am Regierungsunwesen beteiligt. Sollte das Ergebnis der Abstimmung zu einer Anbindung des Sprawls führen, wäre ihre Chefin bereit uns einen Bonus zu zahlen…
Super, es gibt also endlich was richtiges zu tun. Und zum Glück wohnt der Abgeordnete nicht im Regierungsviertel, sondern im sehr viel weniger bewachten Südwesten. Auf dem Weg dorthin suchen wir uns einen 24h-Baumarkt, um uns mit UV- oder Tageslichtlampen auszustatten – denn jemand, der auf seinem letzten verfügbaren Bild angeknabbert aussieht und seitdem nicht mehr aus dem Haus geht… das riecht zu sehr nach MMVV um sich nicht irgendwie vorzubereiten. Zum Glück ist London groß genug für passende Läden, und wir statten uns jeder mit einer UV-Taschenlampe aus. Währenddessen fällt uns beim durchgehen der Matrixinfos zu MMVV auf, daß Ghule aufgrund massiver Katarakte erblinden, die Authentifizierung der Fernabstimmung aber über Iris-Scan funktioniert… heißt das nun, wir haben einen nicht-erblindeten Ghul? Oder, ihr Geister, einen Werwolf oder gar Vampir? Zum Glück müssen wir grundsätzlich nur verhindern daß er abstimmt, um unsere zwei Fliegen mit einer Klappe zu erschlagen…

Krabat schickt, sobald wir in der Nähe von Hellings Haus sind, die FlySpy vor. Über den Lifestream der Drohne sehen wir ein Haus mit ein paar alten Bäumen, Bunkern aus Sandsäcken und sehr vielen Wachmännern im Garten. Nachdem wir festgestellt haben, daß die Wachen allesamt mundan sind, kann Zillah sich ungestört astral projizierend das Haus genauer ansehen. Im Obergeschoß ist tote Hose, im Erdgeschoß findet sie zwei Lebensformen, einen Mensch und ein Schwein. Der Mensch ist mundan und unvercybert (genau wie das Schwein), etwas müde, wenn auch in angespannter Gemütslage. Im Keller befindet sich der Weinkeller… und… oha, ein Hüter. Zillah kehrt zurück und erstattet Bericht.
Die Flyspy kann einige Sicherheitsdrähte hinter den Fenstern ausmachen, also ist das Haus auch alarmgesichert. Der Host, den Stalker sieht, ist definitiv echt mächtig, aber am Hofeingang befindet sich ein RFID-Lesegerät. Zillah macht Stalker und sich unsichtbar, damit Stalker das Lesegerät manipulieren und damit Krabat und Elric (und Zillah und sich selbst) hineinlassen kann. Während wir vor dem Tor stehen, sieht Stalker, dass die Alarmanlage an der Haustür abgeschaltet ist… verdächtig. Dann legt Stalker die Buchse des Lesegeräts frei und stöpselt sich ein. Nach etwas Mühe gibt er das Startsignal.
Elric und Krabat laufen souverän auf das Tor zu und dieses öffnet sich. Die Wachen gucken kurz, grüßen und lassen uns gewähren. Die Haustür ist geöffnet… mit der FlySpy im Gebäude können wir erkennen, dass der Mensch dösend in der Küche sitzt. Es ist ziemlich dunkel, weswegen die Sensoren der FlySpy aufgeben. Elric übernimmt den Taser von Krabat und legt den Koch schlafen. Krabat durchforstet mithilfe von Zillahs Gedankenlesezaubers den Geist des Kochs: In den letzten drei Tagen kam jeden Tag ein Typ vorbei, der die Kühltruhe aufgefüllt hat (oh mein Gott, Menschenfleisch!)… außerdem kam ein Typ mit glasigen Augen vorbei, sich Sachen aus der Kühltruhe zu holen. Offensichtlich ein Ghul, aber nicht der Abgeordnete. Ansonsten wurde das Schwein mit den Überresten gefüttert.

Im Weinkeller finden wir dort, wo Zillah auf den Hüter gestoßen ist, einen Verschlag… erst danach bemerken wir auch die Kamera, die darauf gerichtet ist. Bis auf Stalker, der noch unsichtbar ist, ziehen wir uns zurück und lassen ihn die Kamera manipulieren. Als er damit fertig ist, ruht er sich erst mal aus und rebootet, während wir die Schiebetür des Verschlags öffnen – und dahinter auf eine Stahltür stoßen, die Elric und Krabat mit dessen Magschloßknacker allerdings souverän aufbekommen. Derweil hat sich auch Zillah wieder aufgefrischt, und als alle ihre Knarren und UV-Lampen bereitmachen, holt sie sich noch fix ein paar Messer aus der Küche… und dann gehen wir die Treppe hinter der Tür runter. Wir kommen ganz offensichtlich in einen Bunker, definitiv moderner Ausstattung, ringförmiger Korridor. Krabat und Zillah hören ganz leise ein Schlurfen und Kratzen aus allen Richtungen… uns läuft Gänsehaut über den Rücken.
Hinter der von uns aus nächsten Tür – angelehnt – hören wir schmatzende Geräusche, ca. 2-3 Quellen, schätzt Krabat. Kurz danach geht ein Gang ab, an dessen Ende ein Ghul zwischen zwei geöffneten Türen steht. Nach langer Chat-Diskussion beschließen wir in die andere Richtung zu gehen, doch Elric ist leider nicht leise genug. Plötzlich hören wir ein Geräusch, dann schießt auch schon der Ghul um die Ecke und rennt auf uns zu. Gerade noch rechtzeitig kann Elric mit dem Taser auf ihn feuern und ihn „sanft“ in den Schlaf befördern. Doch schon werden die Geräusche hinter der angelehnten Tür lauter, und kurz darauf steckt ein Ghul seinen Kopf durch die Tür und wird ebenfalls von Elric getasert. Kurz darauf kommt noch ein Ghul durch die Tür, wird aber durch seinen noch zuckenden Kumpel behindert, und außerdem haben Elric und Stalker sich vorbereitet. Stalker, der verdammt nah an der Tür steht, behält zum Glück die Nerven…
Während wir uns auf dem Stockwerk weiter vorarbeiten, erkennen wir schnell, daß die Toiletten die einzigen Räumlichkeiten sind, die nich von Ghulen bewohnt werden. Dazu kommt noch ein Aufzug in ein unteres Stockwerk… jetzt ist der Punkt gekommen, an dem wir beschließen, daß es sinnvoller ist sich einen sicheren Rückzugsweg zu erarbeiten, als ohne Spuren zum Ziel zu gelangen… Also machen wir einen Raum frei, wo wir uns bereit machen, um auf den vom Lärm alarmierten Rest zu warten. Der Plan geht ohne Probleme auf, und schon nach kurzer Zeit können wir uns im Treppenhaus weiter hinab bewegen.
Ein Stockwerk tiefer scheint es belebter zu sein. Gleich vier Ghule stürmen auf uns zu, und unsere Waffen zeigen erste Ausfallerscheinungen. Zillah setzt auf ihren Notfallplan, physische Barriere, in die eine Richtung, und eine klitzekleine Beeinflussung später prügeln sich zwei Ghule, oder versuchen es zumindest. Großes Kino. Auch in die andere Richtung wird noch eine physische Barriere gewirkt, nachdem wir von sehr viel zielgerichteterem Gebrüll aufgeschreckt wurden, und kurz darauf schlagen auch schon die ersten Fliegen auf der Scheibe ein… insgesamt sechs weitere Ghule, deutlich härtere Nüsse, zwei davon tragen sogar Panzerwesten und haben nicht ganz so eine Matschbirne wie ihre Kumpels. Der eine davon kann sogar zaubern – wie Krabat uns nach der Auseinandersetzung sagt, ist es derjenige, der die Kommunikation nach oben hält und dann wohl auch für den Hüter verantwortlich zeigt. Als wir weitergehen, finden wir den Lord… an einen Liegestuhl gefesselt, mit entfernten Katarakten und fest angebrachten Authentifizierungs- und Abstimmgeräten… letzteres schießen wir einfach kaputt, danach verdünnisieren wir uns so schnell und heimlich wie möglich.
Wir schreiben die Nachricht ins Forum und melden der Elwes, daß ihr Wunsch berücksichtigt wurde. Art weist uns an, eine Zigarrenschachtel aus einer Mülltonne zu ziehen (sic!) die unsere Bezahlung enthält, und bittet uns darum, noch ein paar Tage in der Stadt zu bleiben. In unserem Hotel finden wir noch mehr Aufmerksamkeiten…

Die Abstimmung geht ganz knapp mit Nein aus, einen Tag später wird in den Medien der große MMVV-Ausbruch im Haus des Lords bekannt, nachdem ein Spezialkommando das Haus geräumt hat.

Comments

luetti

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